DRK-Rettungshundebereitschaft

KV Sigmaringen e.V.

Geschichte der Rettungshundebereitschaft Sigmaringen

Die Rettungshundestaffel gehört zu den ältesten Staffeln im gesamten Bundesgebiet. Nachfolgend sehen Sie Bilder aus der Zeit zwischen 1979 und 1997. Von dieser Zeit existiert auch eine Chronik mit neun Bänden. Aus diesen Bänden haben wir Ihnen die Höhepunkte die die Staffel in dieser Zeit erlebt hat aufgeführt. Deshalb gehen wir hier nie auf den Normalbetrieb der Staffel ein, weil sich dieser auch Jahr für Jahr ähnelt. 


1979

wurde die Rettungshundestaffel Bodensee-Oberschwaben mit Sitz in Sigmaringen als Untergruppe der RHS Rottweil gegründet. Bei der Hauptversammlung 1979 schrieben sich 28 der Anwesenden in die Mitgliederliste der RHS Sigmaringen ein, außerdem wurde Elfriede Blocher, die hauptverantwortlich für die Gründung war, einstimmig zur 1. Vorsitzenden gewählt.

1980

Rettungshundeführerin Elfriede Blocher findet mit ihrem Rettungshund "Falk"  im Erdbebengebiet in Italien unter den Trümmern nach 43 Stunden ein Kind. Der Einsatz an dem 5 weitere Rettungshundeführer der RHS Sigmaringen beteiligt waren zeigte sich als voller Erfolg. Insgesamt konnten 5 Überlebende und 40 Tote durch die Rettungshunde gefunden werden. Für diesen Einsatz wurden die 6 Rettungshundeführer mit einer Sondermaschiene der DRF nach Italien in die Stadt Lioni eingeflogen um dort, mit ihren bestens ausgebildeten Rettungshunden, nach Überlebenden zu suchen.

1981

Die Rettungshundestaffel Sigmaringen ist nun eigenständig, souverän und zählt nicht mehr nur als Untergruppe der RHS Rottweil. Erste Teile des heute bestehenden Trümmergeländes in Sigmaringen werden gebaut und eingeweiht.

1982

Das Staffelheim ist nahezu fertiggestellt. Es wurde in Eigenarbeit  durch die Rettungshundeführer und Mitglieder aufgebaut. Finanziert wurde es durch eigene Mittel der Hundeführer aber auch aus Spenden von der Bevölkerung. Im Dezember hieß es für 6 Rettungshundeführer der RHS Sigmaringen: Auslandseinsatz im Nordjemen aufgrund eines verheerenden Erdbebens.

1983

Mehrere Einsätze werden erfolgreich gemeistert, darunter auch ein Einsatz in Unlingen. Einsatzauslöser ist eine Gasexplosion in einem Einfamilienhaus. Die Folge sind 3 Verletzte und ein Toter.  Auch die sich jährlich wiederholende Hauptprüfung ist mit den 9 bestandenen Rettungshundeteams ein voller Erfolg. Gegen Ende von dem Jahr zeigte eine große Katastrophenschutzübung, wie wichtig die Etablierung der Rettungshundestaffel in den Katastrophenschutz ist.

1984

Die Rettungshundestaffel bekommt einen Rettungshundecontainer, gefertigt von der Firma Daimler-Benz und finanziert von der Rettungsstiftung Björn Steiger e.V. Dieser Rettungshundecontainer wurde speziell für das Schienensystem in Rettungshubschraubern entwickelt, um im Notfall zwei Rettungshunde mit ihren Hundeführern schnell an den Einsatzort bringen zu können. Außerdem wurde das Staffelheim sowie das dazugehörige Trümmergelände mit einem großen Fest eingeweiht. An dem Tag waren alle regionalen Rettungsorganisationen mit ihren Fahrzeugen und Mitgliedern Vorort. An diesem Tag wurde dem Publikum auch eine Schauübung der einzelnen Organisationen auf dem Trümmergelände geboten. Ein Höhepunkt des Tages war die Landung des DRF-Rettungshubschraubers aus Friedrichshafen in der Nähe des Staffelheims. Danach wurde das verladen der Rettungshunde in den Hubschrauber demonstriert. Alles in allem eine erfolgreiche Einweihung.

1985

Zwei Rettungshundeteams aus der Sigmaringer RHS werden Nachts um 02:00 Uhr mit einem Hubschrauber nach Italien geflogen, um dort nach Überlebenden zu suchen. Dort hat nämlich eine Schlammlawine mehrere Personen verschüttet. Leider konnten die beiden Rettungshundeteams nur noch Tote orten. Nach zwei Tagen intensiven Suchen wurden die Teams wieder nach Deutschland gebracht.

1986

Abseilübung der Rettungshundeteams mit der Bergwacht aus Dietfurt.

1987

Die Rettungshundestaffel Sigmaringen ist Gastgeber für die 22 Vertreter der anderen Rettungshundestaffeln aus der gesamten Bundesrepublik.

1988

Vermisster Jugendlicher wird von Rettungshundeführern der RHS Sigmaringen gefunden und an die DRF übergeben. Im Juli wird dann die gesamte RHS Sigmaringen mit 18 weiteren Rettungshundeteams aus anderen Staffeln in die Türkei geflogen. Davor wurden die Hundeteams aber mit Blaulicht zum Flughafen nach Fulda gebracht. Am Einsatzort angekommen wurden die Teams aufgrund der Schaulustigen mit einer Polizeieskorte ins Schadensgebiet gebracht. Dort wurde dann immer von 09:00 Uhr - 17:00 Uhr im Wechsel gesucht. Nach sechs Tagen ohne Lebendfund stellen die Hilfsmannschaften aus Deutschland die Suche ein und verlassen die Türkei Richtung Heimat.

1989

Der Rettungshundestaffel Sigmaringen steht jetzt ein gut ausgestattetes 8000 qm großes Trainingsgelände zu Verfügung und ein neuer Ausrüstungsraum der von den Mitglieder von Hand gemauert und betoniert wurde.

1990

Die Rettungshundestaffel absolviert mit sieben Rettungshundeteams eine Hubschrauberübung bei der Bundeswehr in Sigmaringen.

1991

 Die RHS feiert 10 Jähriges Jubiläum. Als Dank an Elfriede Blocher, der Staffelleiterin wird eine Eiche gepflanzt die auch heute noch auf dem Gelände der RHS steht.

1992

Das Trümmergelände wird weiter Ausgebaut und mit weiteren Verstecken ausgestattet.

1993

Der neue Keller für das Trümmergelände wird eingeweiht und es wird ein Film über die Rettungshundearbeit sowie das einzigartige Trümmergelände aufgenommen.

1994

Elfriede Blocher für jahrelange Aufbauarbeit mit dem Bundesverdienstkreuz vom Bundestagsabgeordneten Dietmar Schlee ausgezeichnet. 

1995

Die Rettungshundestaffel Sigmaringen gehört nun dem DRK Kreisverband Sigmaringen e.V. an und gilt dort als besonder Bereitschaft. Somit ist die RHS kein eigenständig eingetragener Verein mehr und gehört auch nicht mehr zum (BRH) Bundesverband für Rettungshunde. 


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