DRK-Rettungshundebereitschaft

KV Sigmaringen e.V.

Die DRK-Rettungshundebereitschaft stellt sich vor

Die DRK-Rettungshundebereitschaft Sigmaringen, kurz auch (RHB) ist eine besondere Bereitschaft, die dem DRK Kreisverband Sigmaringen angehört. Vorweg ist zu sagen, dass alle Angehörigen der RHB ehrenamtliche Mitglieder sind. Die RHB ist mit ihrem speziellen Einsatzgebiet und ihren besonderen Fähigkeiten ein Exot im DRK. Wir werden eingesetzt, wenn moderne Technik an ihre Grenzen stößt, z.B. bei schlechter Witterung oder Dunkelheit, wenn  ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera nicht starten kann. Die Hundenase, mit ihren 200 Millionen Riechzellen ist dann jeder Technik an Effizienz überlegen.

Unsere Hauptaufgabe besteht darin, vermisste Personen zu finden. Die Ursachen, weshalb Personen vermisst werden, sind  sehr unterschiedlich. Es kann die Oma sein, die an Demenz leidet  und orientierungslos umherirrt, aber es kann auch der verzweifelte Vater sein, der Suizid begehen will oder ein Kind, das von zu Hause weggelaufen ist. Zu den äußerst seltenen Einsatzgründen zählen dann noch Gasexplosionen, Hauseinstürze und Erdbeben. Somit haben wir ein breites Aufgabenspektrum, welches einer individuellen Anpassung an den jeweiligen Einsatz bedarf. Dafür sind unsere Ziele leicht zu überblicken: die Person/en so schnell wie möglich finden und versorgen und dem Rettungsdienst übergeben. Um aber dies gewährleisten zu können, muss eine rasche Alarmierung unserer Hundeteams erfolgen. Unser Einsatzgebiet erstreckt sich über den gesamten Landkreis Sigmaringen, aber auch in die Nachbarlandkreise werden wir nicht selten zur Unterstützung gerufen. Damit wir unserer Aufgabe gerecht  werden, trainieren wir mit unseren Rettungshunden mehrmals in der Woche um einen guten Qualitätsstandart gewährleisten zu können. Deshalb muss jedes Rettungshundeteam ( Hund und Hundeführer ) alle 2 Jahre eine Prüfung nach DIN Norm ablegen. Aber auch unsere Hundeführer müssen sich ständig weiterbilden, um im Einsatz richtig und effektiv handeln zu können. Dabei werden wir durch modernste Technik sowie 2 Einsatzfahrzeuge unterstützt.

Insgesamt ist die Anzahl der Alarmierungen der RHB jedoch rückläufig, sodass wir im Schnitt pro Jahr auf 6 Einsätze kommen. Das ist zumindest die Entwicklung der letzten Jahre, die vermutlich besonders der Polizeireform verschuldet ist. Obwohl es weiterhin zahlreiche Vermisstenfälle gibt, setzt die Polizei nun vermehrt selbst ausgebildete Mantrailer ein. In anderen Bundesländern ist der Trend genau gegenläufig. Dort hat man erkannt, wie effektiv Rettungshundeteams im freien Gelände, wie z.B. Wäldern sind. Die ansässigen Rettungshundestaffeln in den jeweiligen Bundesländern haben bis zu 20 Einsätze im Jahr und sind gut ausgelastet.

Eine Rettungshundebereitschaft hat aber nicht nur Einsätze! Hauptsächlich besteht die Zeit, die wir in dieses spannende (Hobby) stecken aus Training mit unseren Hunden. Wir, die Rettungshundebereitschaft Sigmaringen haben das Privileg, über ein eigenes Bereitschaftsheim, sowie ein Trümmergelände für die Ausbildung von Trümmerhunden zu verfügen. Somit haben wir Trainingsmöglichkeiten, die nicht jede Staffel ihren Hundeführern bieten kann. Abschließend können wir Ihnen versichern, dass es viele Gründe gibt, warum man Rettungshundeführer wird. Dabei hat natürlich jeder Hundeführer seine individuellen Gründe dieses Hobby auszuüben. Jedoch haben wir alle Eines gemeinsam: Wir wollen Menschen in Not helfen.